Welpen

Hundemalaria

Was ist Hundemalaria?

Babesiose oder auch umgangssprachlich „Hundemalaria“ ist eine Infektionskrankheit des Hundes bei der die roten Blutkörperchen zerstört werden was wiederum zu einer Anämie führt. Die Erreger nennen sich Babesien die als Parasiten die roten Blutkörperchen befallen.

Wird die Krankheit nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, endet sie binnen weniger Tage tödlich.

Wie wird Hundemalaria übertragen und wie kann man feststellen ob der Hund daran erkrankt ist?

Hundemalaria wird in unserer geografischen Zone von der Auwaldzecke übertragen. Früher war diese nur in den südlichen warmen Reiseländern anzutreffen doch heute ist sie auch bei uns schon sehr verbreitet und heimisch.

Um festzustellen ob der Hund unter Umständen an Hundemalaria erkrankt ist, wird der Hund gründlich körperlich untersucht. Der Nachweis von Babesien erfolgt anhand eines speziellen DNA-Tests oder einer mikroskopischen Blutuntersuchung.

Nachweisbar sind die Babesien frühstens 12, aber spätestens 72 Stunden nach Anheften der infizierten Zecke.

Welche Symptome zeigt ein an Hundemalaria erkrankter Hund?

In Deutschland tritt vor allem die akut verlaufende Form der Babesiose-Infektion auf. Die Inkubationszeit beträgt dabei 5-7 Tage, kann im Einzelfall aber auch bis zu 3 Wochen betragen.

Zuerst wird ein gestörtes Allgemeinbefinden mit Fieber bemerkt. Daraufhin folgt Fressunlust, Abgeschlagenheit und Gewichtsverlust. Ein paar Tage später kommt es aufgrund der vielen zerfallenen Blutkörperchen (Hämolyse) zu einer sogenannten Blutarmut (Anämie). Desweiteren wird das Bilirubin (das Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs) über den Harn des Tieres ausgeschieden (Bilirubinurie) und es kann zu Gelbsucht kommen.

Häufig kann eine Leber- und Milzvergrößerung festgestellt werden. Bei schweren Verläufen treten auch Bauchwassersucht (Aszites), Wasseransammlungen (Ödeme), diverse Haut- und Schleimhautblutungen und die Blutgerinnung innerhalb der Gefäße auf.

Häufig sind zudem Entzündungen der Maul- und Magenschleimhaut sowie der Muskulatur. Auch eine zentralnervöse Form mit epilepsieähnlichen Anfällen, Lähmungen und Bewegungsstörungen ist möglich.

Wie erwähnt endet die akute Form aufgrund von Atemnot, Anämie und Nierenversagen innerhalb weniger Tage tödlich. Sehr selten kommt ein perakuter Verlauf ohne Symptome vor, der ebenso nach ca. 2 Tagen zum Tode des Tieres führt.

Wie wird ein Hund mit Hundemalaria behandelt und ist er ansteckend? :

Zur Behandlung von Hundemalaria werden Antiprotozoika eingesetzt. Diese sollen die Babesien (Einzeller) abtöten. Eine Ansteckungsgefahr von Hund auf Mensch ist nicht gegeben, somit handelt es sich bei Hundemalaria um keine Zoonose. Auch eine Übertragung auf andere Hunde oder generell Tiere ist nur sehr selten der Fall. Der Zwischenwirt für den Babesioseerreger ist einzig und allein die Zecke, jedoch können durch Bluttransfusionen oder Beißereien auch andere Tiere angesteckt werden. Auch eine Übertragung der Babesien auf die ungeborenen Welpen trächtiger Hündinnen ist möglich.

Wie kann man seinen Hund vor Hundemalaria schützen?

Als wichtigste Vorsichtsmaßnahme ist das regelmäßige Absuchen und ggf. Entfernen von Zecken zu nennen. Lebt man in einem von Zecken stark besiedelten Gebiet oder hält sich oft in Wiesen, Feldern und Wäldern auf, ist auch der Schutz durch gängige Spot-ons oder spezielle Halsbänder sinnvoll und zu empfehlen.

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Weitere Infos finden Sie unter http://www.hundeforum.com
Weiter zum Forum über Hundekrankheiten: Forum Hundemalaria
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